Freitag, 10. April 2015

Die Ärztin von Tsingtau

Die Ärztin von Tsingtau

von

Sibylle Spindler



Taschenbuch, 496 Seiten
ISBN 978-3-7466-3092-2

Klappentext:
Eine Liebesgeschichte in den Wirren der Revolution

Im Jahre 1910 reist die junge Marie von Berlin nach Tsingtau, der Hauptstadt der deutschen Kolonie in China. Sie will die neue Heimat ihres Vaters kennenlernen, bevor sie eine Stelle als Ärztin antritt. Tsingtaus Gesellschaft ist glamourös, und Philipp von Heyden, ein Marinearchitekt, macht ihr den Hof. Doch der schöne Schein trügt. In China drohen Unruhen – Du Xündi, ein Revolutionär, öffnet Marie die Augen und erobert ihr Herz. Trotz Philipps Warnung gerät sie in einen gefährlichen Sog von Gewalt – und sie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht.

Ein Epos über eine Deutsche und das exotische China zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Mein Leseeindruck:
Die Kolonie Tsingtau des deutschen Kaiserreiches in China ist der Handlungsort dieses Buches.
Marie besucht nach ihrem Medizinstudium in Berlin ihren Vater, der in der Kolonie stationiert ist. Das Schutzgebiet ist ein kleines Stück Deutschland im fernen China. Chinesische Angestellte sind an der Tagesordnung aber ansonsten bleiben die Deutschen unter sich. Marie ist neugierig und nimmt auch schnell Kontakt zu Chinesen auf. Vor allem das Leben der chinesischen Frauen interessiert sie. Sie bietet ihre Hilfe als Ärztin an, da sich die einheimischen Frauen nicht von Männern untersuchen lassen wollen. Für die Chinesen sind die Europäer Teufel. Zwei Kulturen prallen aufeinander und das geht nicht ohne Reibereien ab. Dazu kommen die Unruhen in China. Marie nimmt Chinesischunterricht bei Du Xündi und lernt durch ihn die chinesische Sichtweise kennen.
Immer treu an ihrer Seite steht Philipp von Heyden, der ebenfalls in Tsingtau stationiert ist.

Die Figur der Marie hat mir sehr gefallen. Eine junge Frau, die ihren Weg geht. Sie hat studiert und will als Ärztin arbeiten. Heiraten steht für sie zu diesem Zeitpunkt nicht zur Debatte. Sie hilft Menschen ohne Rücksicht auf deren Herkunft und gerät dadurch so manches Mal in Schwierigkeiten. Ihr Vater würde es lieber sehen wenn sie sich mehr zurückhält. Philipp von Heydens Interesse an Marie ist sehr deutlich zu spüren aber sie nimmt es nicht wahr.

Ein historischer Roman mit einer stimmigen Handlung. Ich habe wieder etwas dazugelernt und das Buch war viel zu schnell zu ende gelesen.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Eine alte Karte im Hintergrund und eine Frauengestalt von hinten. Passt zum Inhalt des Buches.

Der Roman bekommt von mir 5 von 5 Sternen.



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