Freitag, 27. Februar 2015

"Fronleichnamsmord" von Bea Rauenthal

Rezension vom 17.12.2014

Fronleichnamsmord von Bea Rauenthal

Ullstein Buchverlage (List Taschenbuch) , Taschenbuch Broschur, 352 Seiten, ISBN-13 9783548611846


Inhalt: Kommissarin Jo Weber und ihr Kollege Lutz Jäger werden zur Klärung eines Mordfalles in das Jahr 1974 versetzt. Jo Weber muss sich mit gestrigen Polizeimethoden und spießigen Kollegen herumschlagen. Lutz Jäger landet in einer Hippie-Kommune und ist gar nicht so unglücklich darüber. Die Fußballweltmeisterschaft von 1974 kann es so live miterleben. Es bleibt nicht bei einem Mordopfer und die beiden Ermittler müssen trotz privater Probleme eng zusammenarbeiten.

Mein Leseeindruck:
Jo Weber und Lutz Jäger, in der Zeit zurückversetzt in das Jahr 1974, ermitteln in einem Mordfall der als Unfall eingestuft wurde.
Lutz ist in einer Kommune gelandet der Jos Mutter angehört. Neben ihr wacht er am Morgen auf, ohne eine Erinnerung an die vergangene Nacht. Die Mitglieder der Kommune sind dem Rauschgift zugetan und auch Lutz probiert den „Stoff“ gerne.
Jo muss sich mit Machos in ihrer Dienststelle herumschlagen. Zu allem Überfluss ist ihr Vater ihr Vorgesetzter und sie macht sich Sorgen um die aufkeimende Beziehung zwischen ihren (zuküftigen) Eltern. Ihr Vater der Polizist und ihre Mutter ein Hippie passen so gar nicht zusammen.

Sehr gut hat mir die Schilderung der 70er Jahre gefallen (meine Jugend). Es wird im Büro geraucht was das Zeug hält, Drogen sind „in“ und werden in Kommunen angebaut, gehandelt und verbraucht. Jo ist die einzige Frau zwischen einem Haufen Männer, die nicht unbedingt von der weiblichen Kollegin begeistert sind. Heutige Ermittlungsmethoden fehlen und das mit dem Wissen von heute. Schwierig für Jo und Lutz.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und die Spannung wird das ganze Buch über erhalten.

Das Buch beginnt mit einer Zeitreise – warum und wie wird nicht erklärt und das finde ich schade. Auch wer die Zeitreise veranlasst wird nicht beschrieben. Auch wird mir zu oft auf die Handlungen der ersten beiden Bände dieser Reihe zurückgegriffen. Ich habe diese nicht gelesen und musste mir einiges „zusammenreimen“. Dieses hat meinen Lesegenuss etwas beeinträchtigt. Deshalb auch einen Punkt „Abzug“.

Das Cover gefällt mir, die Gestaltung passt zum Inhalt des Buches.

Ich gebe 4 von 5 Punkten.

Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen.

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