Sonntag, 8. Oktober 2017

Das saphirblaue Zimmer (mein Leseeindruck)



ISBN: 978-3-7341-0427-5 
 Taschenbuch, Klappenbroschur, 480 Seiten
 Verlag: Blanvalet



Ein Haus in Manhatten mit einem geheimnisvollem Raum unter dem Dach - darum ranken sich drei Frauenschicksale.
Olive, die 1892 in dem Haus der Familie Pratt als Dienstmädchen arbeitet und sich in einen der Söhne verliebt.
Lucy, die Tochter von Olive, die 1920 versucht etwas über das Leben ihrer Mutter zu erfahren und sich in dem Haus einmietet (es ist inzwischen zu einer Pension geworden).
Kate, die Enkelin von Olive, die 1945 als Ärztin in dem zum Krankhaus umfunktionierten Haus arbeitet.

Das Buch ist von drei Autorinnen geschrieben worden. Die Schreibstile passen aber wunderbar zusammen und es fällt fast gar nicht auf, dass drei Frauen an dem Buch geschrieben haben. Die Geschichte von Kate wird in der Ich-Form erzählt, die von Olive und Lucy aus der Erzähl-Perspektive.
Die verschiedenen Zeitschienen wechseln und jedes Kapitel ist mit Namen und Jahreszahl überschrieben. So verliert man nicht den Faden. Auch die Umstände in denen die drei Frauen leben werden sehr gut dargestellt. Ich habe mit der immer überarbeiteten Olive gelitten. Habe Lucy die Daumen gedrückt, dass sie genug verdient um zu überleben. Kate muss sich als Ärztin besonders anstrengen um akzeptiert zu werden. Jede der drei Frauen begegnet ihrer großen Liebe, aber nicht alle finden ihre Erfüllung. Mehr möchte ich nicht verraten.
Eigentlich fehlte mir nur ein Personenverzeichnis, welches mir das eine oder andere Mal geholfen hätte. Es waren, besonders am Anfang, doch sehr viele beteiligte Personen die ich erst kennenlernen musste.

Das Buch hat einen flüssigen Schreibstil aber trotzdem muss man sich Zeit dafür nehmen. Die verschiedenen Zeitschienen erfodern doch etwas Konzentration. 



Ich durfte das Buch in einer Leserunde bei lovelybooks.de mitlesen und bedanke mich für die Bereitstellung des Leseexemplars.



Donnerstag, 5. Oktober 2017

Minus Drei & die wilde Lucy - Das große Dunkel (mein Leseeindruck)


ISBN: 978-3-570-17345-9
Gebundenes Buch, Pappband, 80 Seiten
Verlag: cbj  


Minus Drei, der kleine Saurier hat nicht vor vielen Dingen Angst aber vor der Dunkelheit schon. Die wilde Lucy, sein kleines Steinzeitmädchen, dagegen stört die Dunkelheit gar nicht. Zu allem Überfluss hat Minus auch noch Probleme in der Schule - seine Mitschüler machen ihm das Leben schwer.

Meine Enkelkinder und ich sind Fans von Minus Drei und Lucy. Man muss die beiden einfach lieben. Minus hat die gleichen "Probleme" wie meine menschlichen Enkelkinder und zum Glück hilft ihm das kleine Steinzeitmädchen Lucy dabei die Probleme zu lösen.

In diesem Buch geht es um die Angst vor der Dunkelheit und scheinbar ist es in Farnheim, dem Dorf in dem Minus mit seiner Familie lebt, genau so dunkel wie bei uns Menschen wenn wir klein sind. Vieles erscheint Minus im Dunkeln ganz anders als es ist. Und tagsüber sind da die Mitschüler, die Minus das Leben schwer machen. Zum Glück steht ihm Lucy zur Seite und hilft ihm.

Das Buch zeigt uns als Erstes einen Lageplan von Farnheim, dem Heimatdorf von Minus Drei und seiner Familie. Wir können den Schulweg von Minus verfolgen, sehen wo die Saurier einkaufen und wer wo wohnt. Die Illustrationen von Ute Krause machen das Buch zu einem wundervollen Vorlesebuch. Die Größe der Schrift ist für Erstleser sehr gut geeignet - auch für mich als Oma, die schon eine Lesebrille braucht.

Die Geschichte um Minus Drei und die wilde Lucy gefällt nicht nur meinen Enkelkindern sondern auch mir. Ich habe das Buch zuerst für mich gelesen bevor ich mit dem Vorlesen angefangen habe.

Ein wunderschön illustriertes Kinderbuch über Ängste die auch menschliche Kinder haben.

 



Die Minus Drei-Reihe:
Minus Drei wünscht sich ein Haustier
Minus Drei und die laute Lucy
Minus Drei und der Zahlensalat
Minus Drei macht Party
Minus Drei geht baden

Die Minus Drei und die wilde Lucy-Reihe:
Minus Drei und die wilde Lucy - der große Vulkan-Wettbewerb
Minus Drei und die wilde Lucy - Minus reißt aus
Minus Drei und die wilde Lucy - das große Dunkel


Freitag, 29. September 2017

Der Todesfall der Woche (mein Leseeindruck)





 ISBN: 978-3-442-48560-4 
 Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten
 Verlag: Goldmann




Zum Inhalt:
Siiri, Irma und Anna-Liisa leben in der Altenresidenz „Abendhain“ in Helsinki. Dann stirbt der junge Koch Tero und die drei Ladies ahnen Böses. Sie versuchen auf eigene Faust zu ermitteln.

Mein Leseeindruck:
Ein Cover mit drei alten Ladies am Strand und der Klappentext haben mich angesprochen. Ich habe einen Krimi erwartet, bin aber in der Hinsicht enttäuscht worden. Der Anfang kommt noch wie ein lustiger Krimi daher aber dann gleitet die Handlung in den tristen Alltag der Seniorenresidenz ab. Der Kriminalfall gerät immer mehr in den Hintergrund und wird auch nicht richtig aufgeklärt - schade.
Die drei Ladies haben altersbedingte Schwierigkeiten mit dem Gedächtnis und dadurch entstehen einige lustig anmutende Situationen. Nur bin ich mit keiner der drei Protagonistinnen richtig warm geworden. Der nicht immer schöne Umgang mit alten Menschen in der Residenz "Abendhain" hat mich erschreckt. Leider werden die Misstände auch nicht aufgeklärt: werden die alten Menschen ruhiggestellt? Ist der Missbrauch verfolgt worden?

Der Schreibstil hat mir gefallen, konnte mich aber nicht mit dem Inhalt versöhnen. Meiner Meinung nach passen weder das Coverbild noch der Klappentext zur Handlung.










Freitag, 22. September 2017

Dolci, Tartes und zauberhafte Kuchen backen (mein Leseeindruck)

 


 ISBN: 978-3-7913-8382-8 
Gebundenes Buch, Pappband, 224 Seiten
Verlag: Prestel  



Dieses Buch besticht durch seine optische Aufmachung und die Rezepte tun ihr Übriges. 100 Rezepte, aufgeteilt in:
Eine Sammlung von Rezepten aus meiner Heimat Italien
Eine Auswahl von Rezepten aus der ganzen Welt
Eine Zusammenstellung von Rezepten aus meiner persönlichen Sammlung.

Zu jedem Rezept gibt es eine Geschichte und ein ansprechendes Foto. Schon das Durchblättern hat bei mir die Lust aufs Nachbacken geweckt.

Ich habe "Tante Roses Apfelkuchen" (Torta di melle della Zia Rose) gebacken und die Torte hat uns allen gut geschmeckt.

Die Rezepte sind gut beschrieben. Mengenangaben sind von Tasse in Gramm umgerechnet (ich bin kein Fan von Tassenangaben). Für Anfänger und Backerfahrene finden sich die passenden Rezepte. Auch wird weitgehenst auf Zutaten verzichtet die nur schwer zu besorgen sind. 
Wenn auch die fertigen Torten nicht so schön aussehen wie auf den Bildern so schmecken sie doch himmlisch.

Alle die gerne backen finden in diesem Buch bestimmt ein oder mehrere Rezepte für sich.
Ich werde jetzt Cantuccini backen. Nach und nach werde ich alle Lesezeichen abarbeiten und das sind nicht wenige.




Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 
  Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde


Dienstag, 12. September 2017

Das kleine Meditationsbuch für alle, die nicht meditieren können (mein Leseeindruck)





 ISBN: 978-3-442-22230-8
Taschenbuch, Flexobroschur, 144 Seiten, 10,5 x 14,8 cm 
 Verlag: Goldmann 


"Einatmen, ausatmen - glücklich sein!" (Klappentext)
Für mich als Meditationsneuling ein Versprechen. 
Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Das Meditieren will gelernt und geübt sein. Das kleine Buch, welches in jede Handtasche passt, enthält Übungen und praxiserprobte Tricks für Jedermann. 
Der Autor Dr. Pascal Akira Frank hat Japan, das Heimatland seiner Mutter, oft besucht und sich mit den Weisheitslehren des Zen-Buddhismus und Daoismut vertraut gemacht. 

Das Buch ist lt. Klappentext für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
Es gibt 10 häufige Hindernisse, die das Meditieren schwierig machen:
Meine Gedanken wandern.
Mir fällt es schwer im Hier und Jetzt zu bleiben.
Ich habe körperliche Schmerzen.
Ich finde keine Zeit.
Ich bin frustriert.
Ich bin unmotiviert.
Ich werde schläfrig.
Eine Fliege stört mich.
Mir ist langweilig.
In mir steigen belastende Gefühle auf.
Für jedes Hinderniss ein eigenes Kapitel in dem auf die Gründe eingegangen wird und Lösungen angeboten werden. Farbig unterlegte Tipps bereichern die Kapitel.

Das Buch wird durch farbige Zeichnungen, ähnlich dem Fuchs auf dem Cover, aufgelockert. Beim ersten Durchblättern habe ich die Bilder angeguckt und war schon positiv gestimmt.

Ein kleines, handliches Buch für Meditationanfänger. Liebevoll gestaltet und verständlich geschrieben.




Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 
  Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde





Sonntag, 3. September 2017

Tot überm Zaun (mein Leseeindruck)




ISBN: 978-3-453-42164-6 
Taschenbuch, Klappenbroschur, 384 Seiten
 Verlag: Heyne 


Was passiert wenn eine Krimiautorin eine Leiche entdeckt? Cosma Pongs findet einen Toten in einem Schrebergarten und versucht gleich die Ermittlungen an sich zu ziehen. Ihre Tochter Paula, die als Kriminalhauptkommissarin den Fall übernimmt, ist gar nicht erbaut von der "Hilfe" ihrer Mutter.

Mein Leseeindruck:
Cosma Pongs ist eine leidenschaftliche Krimiautorin. Sehr zum Leidwesen ihrer Tochter Paula, die gerne auf die Mithilfe ihrer Mutter verzichten würde. Cosma heißt eigentlich Renate, ist Mitte 60 und hält sich für eine gewiefte Ermittlerin. Schnell hat sie immer wieder einen anderen Verdächtigen und versucht auf eigene Faust mit ihren Wohngemeinschaftsfreunden zu ermitteln. Zu meinen Lieblingsprotagonisten gehört Cosma nicht. Sie ist rechthaberisch, aufdringlich, unbelehrbar und macht ihrer Tochter das Leben schwer. 
Paula muss in dem Mord Ermittlungen anstellen und gleichzeitig ihre Mutter und deren Truppe fernhalten. Das gelingt ihr nicht immer und sie verzweifelt fast daran. Ich kann ihr das gut nachfühlen. Wenn Cosma meine Mutter wäre würde ich mich versetzen lassen.

Die kurzen Kapitel sind jeweils Cosma oder Paula zugeordnet und mit einer Überschrift versehen. So verliert man beim Lesen nicht den Faden und kann sich auch mal von Cosma erholen.

Der Kriminalfall selber hat eine (für mich) unerwartete aber logische Lösung. Im Buch überwiegt der Slapstick und der Krimi kommt fast zu kurz. 

Mein Fazit:
Ein Cosykrimi, der gut unterhält und dem Leser den Schrebergartenalltag mit seinen Vorschriften näherbringt. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt obwohl die Hauptprotagonistin Cosma absolut nicht mein Fall ist.

 

 

Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 
  Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde

 

Samstag, 12. August 2017

Das Haus im Amselgarten (mein Leseeindruck)



Untertitel: Ein heiterer Sommer auf dem Thüringer Land
Hardcover, 170 Seiten
ISBN: 978-3-943539-80-6


Ein Bauarbeiter mit einem Presslufthammer raubt der Erzählerin die Ruhe und dann kommt ein Pfeil ins Spiel. Eine überstürzte Reise zur Großmutter aufs Land folgt und aus dem geplantem kurzen Aufenthalt wird ein Sommer auf dem Thüringer Land.

Die Erzählerin nimmt uns mit aufs Land zu ihrer Oma in das Haus im Amselgarten. Die Oma ist eine patente Frau die gerne Kreuzworträtsel löst und dabei den einen oder anderen Preis gewinnt. Auch für die Probleme des Alltags hat die Oma immer eine Lösung parat und sei es der selbstgemachte Schlehenlikör. Die Früchte aus Garten und Feld werden von der Oma eingemacht  und nichts wird verschwendet.
So wie unsere Omas eben waren, immer vorsorgen für "schlechte Zeiten".
Fünf Rezepte runden das Buch ab, unter anderem für den Schlehenlikör.
Zu den beiden Frauen stoßen während des Sommers einige Tiere die für amüsante Abwechlsungen sorgen.
Vieles in dem Buch hat mich an meine Kindheit erinnert. Die Zeit des Einmachens, die Kaffeekränzchen der älteren Frauen, die "gute Stube" für den Besuch. Die Oma redet gern Dialekt aber es sind nur einzelne Sätze und die Erzählerin übersetzt für uns Leser ins "Hochdeutsche". Ich hatte keine Probleme mit dem thüringer Dialekt im Gegenteil, er passt Geschichte.
Wie duftet der Frühling? Ich hatte den Duft beim Lesen in der Nase. Genau wie die Ankunft der Schwalben und deren Gesang, der für mich den Sommer einläutet. Silke Hein versteht es die Düfte und Geräusche des Frühlings und Sommers in ihre Geschichte zu verflechten. Es geht besinnlich aber auch mal sehr lustig zu.

Ich habe mich rundum wohlgefühlt auf dem Thüringer Land das nicht viel anders ist als meine norddeutsche Heimat.




Ich durfte bei lovelybooks.de an der Leserunde teilnehmen. Ich bedankte mich bei Silke Hein und dem Salier Verlag für die Bereitstellund eines Leseexemplares.